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Krankenfahrten von Pflegebedürtigen

Krankenfahrten von Pflegebedürtigen

 

Krankenfahrten sind ärztlich verordnete Fahrten zu einer ambulanten oder stationären Behandlung. Doch nur bei schweren Beeinträchtigungen der Mobilität  ist eine ärztliche Verordnung der Krankenfahrt möglich. Mit dem Pflegstärkungsgesetz werden Krankenfahrten einfacher. Von der neuen Regelung profitieren Heimbewohner und Pflegebedürftige ab Pflegegrad 3 mit Mobilitätseinschränkungen. Ab 01.01.2019 ist für Krankenfahrten zur ambulanten Behandlung beim Arzt oder Zahnarzt keine Genehmigung der Krankenkasse mehr notwendig.

 

Voraussetzungen für die Verordnung von Krankenfahrten:

Die „Verordnung einer Krankenbeförderung“ können Ärtzte und Psychotherapeuten ausstellen. Für die Kostenübernahme von Krankenfahrten durch die Krankenkasse sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  1. Die Krankenfahrt ist nicht mit dem eigenen Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln möglich.
  2. Die ambulante Behandlung muss zwingend medizinisch notwendig sein und im Leistungskatalog der Krankenkasse enthalten sein.
  3. Verordnung ist bei eingeschränkter Mobilität möglich:
    1. Schwerbehinderung mit einem der Merkzeichen  aG, Bl oder H.
    2. oder bei Pflegebedürftigkeit mit Pflegegrad 4 oder 5
    3. oder für Pflegebedürftige mit Pflegegrad 3 und einer dauerhaften Mobilitätsbeeinträchtigung
  4. Auch Fahrten zur Dialyse oder zur onkologischen Chemo- und Strahlentherapie sind als Krankenfahrten verordnungsfähig. In diesem Fall wird die eingeschränkte Mobilität nicht vorausgesetzt.

Was fällt unter die ambulanten Behandlungen?

Zu den ambulanten Behandlungen zählen Behandlungen beim Arzt, jedoch keine Termine, bei denen nur Verordnungen abgeholt oder über Befunde gesprochen werden. Auch für Termine beim Psychotherapeuten oder Zahnarzt sowie Therapiestunden beim Physio-, Ergotherapeuten und Logopäden können Krankenfahrten verordnet werden.

 

Wann ist eine vorherige Genehmigung der Krankenfahrt durch die Krankenkasse notwendig?

Die Verordnung einer Krankenfahrt zum Ergo-/Physio- oder Psychotherapeuten muss der Krankenkasse vom Patienten vor Antritt der Krankenfahrten zur Genehmigung vorgelegt werden. Nach der Genehmigung durch die Krankenkasse können die Krankenfahrten mit dem Taxi, dem Fahrdienst oder dem Krankentransportwagen erfolgen.

Abgesehen von einer Zuzahlung in Höhe von 5-10€ übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

Falls während der Fahrt eine medizinische Betreuung notwendig ist, kann die Fahrt auch mit dem Krankentransportwagen erfolgen. Auch das muß vorher von der Krankenkasse genehmigt werden.

Unter Gesundheit verstehe ich nicht das "Freisein von Beeinträchtigungen", sondern die Kraft, mit ihnen zu leben.

                                                  Johann Wolfgang von Goethe


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 Aktualisiert: 15.03.2018