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Möglichkeiten häuslicher Pflege

 

Im Falle eines Pflegefalles stehen Menschen in Deutschland unterschiedliche Betreuungsformen und Einrichtungen zur Verfügung. Welche Möglichkeit der Einzelne in Anspruch nimmt bzw. nehmen kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dies wären u.a. die Schwere der Pflegebedürftigkeit, der Wohnsituation und mitunter die finanzielle Situation.

 

Angebote für die häusliche Pflege gibt es von stundenweise bis rund um die Uhr. Bei beiden Formen der Betreuung sollten Verbraucher darauf achten, dass die Anbieter bei den Pflegekassen zugelassen sind. Nur dann lässt sich die sog. Pflegesachleistung in Anrechnung bringen. Ein weiterer, nicht minder wichtiger Grund ist die Qualität der Dienstleister. Zugelassene Pflegedienste werden regelmäßig durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) auf „Herz und Nieren“ geprüft. Auch Pflegedienste, die keine eigene Kassenzulassung haben und über einen Kooperationspartner abrechnen, unterliegen diesen Qualitätsprüfungen.

 

Neuere Wohnformen sind sog. Pflege-Wohngemeinschaften, spezielle Tages- oder Nachtpflegeeinrichtungen oder eben die vollstationären Einrichtungen.

 

Noch immer werden aber die meisten Pflegebedürftigen in Deutschland von Angehörigen versorgt. Diese erhalten bei Vorliegen eines Pflegegrades das sog. Pflegegeld. Je nach Pflegegrad zwischen 316,00 bis 901,00 Euro im Monat. Zu diesen Leistungen stehen Betroffenen noch verschiedene finanzielle Hilfen zur Verfügung. So z.B. der Entlastungsbetrag bei ambulanter Pflege (125,00 Euro/mtl.), die Verhinderungspflege (1.612,00 Euro/p.a.), die Kurzzeitpflege, um nur die wichtigsten zu nennen. Informationen erhalten Betroffene entweder über ihre Pflegeversicherung, einen anerkannten Pflegedienst, stationären Einrichtungen oder von den sog. Pflegestützpunkten. Adressen von Pflegestützpunkten finden Sie unter  http://pflegestuetzpunkte-deutschlandweit.de/

 

Wollen Sie die Pflege für einen Angehörigen übernehmen und sind noch unsicher? Dann hilft Ihnen vielleicht der Kontakt zu anderen pflegenden Angehörigen. In Karlsruhe bietet das Seniorenbüro/Pflegestützpunkt eine Gesprächsgruppe an. In dieser offenen Gesprächsgruppe haben Sie Gelegenheit, mit anderen Betroffenen zu reden und sich auszutauschen. Näheres erfragen Sie bitte direkt unter 0721 854995 oder 0721 133-5092 oder über  https://www.karlsruhe.de/b3/soziales/personengruppen/senioren/seniorenwegweiser/beratung/seniorenbuero

 

 

 

Unter Gesundheit verstehe ich nicht das "Freisein von Beeinträchtigungen", sondern die Kraft, mit ihnen zu leben.

                                                  Johann Wolfgang von Goethe


Fichtestraße 3, 76133 Karlsruhe

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 Aktualisiert: 15.03.2018