Injektionen

Karlsruhe ist mit über 350 Allgemein- und Hausärzten gut aufgestellt. Als Pflegedienst in Karlsruhe erbringen wir täglich behandlungspflegerische Leistungen, die vom Hausarzt verordnet werden. Darunter verstehen sich medizinische Hilfeleistungen, die vom Arzt nicht selbst erbracht werden, aber zur Sicherung der ärztlichen Behandlung erforderlich sind.

 

Die gesetzlichen Grundlagen der Behandlungspflege sind u.a. in § 37 SGB V (häusliche Krankenpflege), § 41 Abs. 2 SGB XI (Tages- und Nachtpflege), § 43 Abs. 2 SGB XI (Inhalt der Leistung), § 82 Abs. 1 S. 3 SGB XI (Finanzierung der

Pflegeeinrichtung) und in § 84 Abs. 1 SGB XI (Bemessungsgrundsätze) geregelt.

 

In der Rubrik "Behandlungspflege" wollen wir Ihnen einzelne Tätigkeiten vorstellen. Neben Injektionen fallen darunter z.B. auch Wundversorgung, Wundverbände, Medikamentengabe, Katheterisierung, Vitalzeichenmessung (Blutruck/Puls) und Blutzuckermessung, um nur die häufigsten Tätigkeiten zu nennen. 

 

In diesem Artikel wollen wir auf die Medikamentenverabreichung mittels Injektion (umgangssprachlich Spritze) eingehen. Der Begriff Injektion stammt aus dem lateinischen injectum, das soviel bedeutet wie einflößen, hineinwerfen. Mittels einer Hohlnadel werden dem Patienten flüssige Medikamente durch Einstechen in die Haut in das Gewebe oder Gefäßsystem appliziert. Die Flüssigkeitsmenge der applizierten Injektion kann bis zu 20 ml betragen, bei > 20 ml  nennt man diesen Vorgang Infusion.

 

Die im Pflegedienstalltag häufigsten Applikationsarten sind die subcutane Injektion (s.c.) in das Unterhautfettgewebe. In der häuslichen Pflege werden mit dieser Art meist Medikamente wie Insulin, Heparin oder Vitaminpräparate verabreicht. Die Injektionsorte befinden sich beim Patienten oberhalb, seitlich des Bauchnabels oder am lateralen Oberschenkel. Möglich wäre auch die Außenseite der Oberarme oder ober- oder unterhalb der Schulterblätter. Da bei den beiden letzt genannten Punktionsstellen eine intramuskuläre Verabreichung nicht auszuschließen ist, werden diese nur in Ausnahmefällen genutzt. 

 

Als nächste Applikationsart wäre die intramuskuläre Injektion (i.m.) zu nennen. Diese darf im Pflegedienst ausschließlich durch 3- jährig examiniertes Fachpersonal verabreicht werden. Also, examinierte Kranken- oder Altenpflegekräfte. Die intramuskuläre Injektion wird in einen Sketlettmuskel appliziert. Der geläufigste Applikationsort ist hier der Muskulus gluetus medius /oder minimus am Gesäß.

 

Als Vorteil der beiden genannten Injektinsarten ist die schnelle Wirkung zu nennen. Subcutane Injektionen innerhalb von etwa 20 min., intramuskuläre Injektionen etwa 15 min.. Weitere Vorteile liegen in der exakten Dosierbarkeit, fehlendem Wirkstoffverlust und fehlender Wirkstoffveränderung ( z.B. durch Magensäure bei oraler Einnahme).

 

Applikationsarten wie die folgend genannten, werden meist nicht in der häuslichen Pflege, sondern vielmehr im Krankenhaus durchgeführt durch ärztliches Personal.

Als eine der gängigsten wäre hier die intravenöse Injektion (i.v.) in die Vene zu nennen. Die intravenöse Injektion entfaltet ihre Wirkung sofort, ist also auch bei Notfällen eine wirkungsvolle und schnelle Hilfe. Als weitere Arten wären noch die intraarterielle (i.a.) Injektion in eine Arterie, die intracardiale (i.card) Injektion in den Herzmuskel, die intraossäre (i.o.) in den Knochen, die intrathekale in den Liquorraum, die intraarticuläre ins Gelenk sowie die intracutane (i.c.) in die Epidermis zu nennen.

 

 

                                    

 

Unter Gesundheit verstehe ich nicht das "Freisein von Beeinträchtigungen", sondern die Kraft, mit ihnen zu leben.

                                                  Johann Wolfgang von Goethe


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 Aktualisiert: 15.03.2018