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Diabetes mellitus

 

Wie unterscheiden sich der Diabetes mellitus Typ 1?

Im Gegensatz zum Diabetes Typ2, bei dem die Bauspeicheldrüse noch geringe Mengen an Insulin produziert,  herrscht beim Diabetes Typ 1 ein absoluter Insulinmangel. Es wird also kein Insulin in der Bauchspeicheldrüse produziert. Dies hat zur Folge, dass  sich einerseits die Blutzuckerwerte erhöhen und andererseits ein vermehrter Abbau von Fett in Fettsäuren erfolgt. Die Fettsäuren werden dann nur noch unvollständig zu Ketonkörpern wie Aceton abgebaut und häufen sich im Körper an, mit der Folge, einer Ketoacidose (Übersäuerung). Dieser Zustand ist lebensgefährlich und kann ein diabetisches Koma verursachen.   

 

Welches sind die Symptome des Diabetes mellitus ?

Trockene, juckende Haut; schlecht heilende Wunden; Harndrang; starker Durst;

Müdigkeit; Gewichtsverlust; Infektionsanfälligkeit; nach Aceton riechender Atem; 

 

Ab welchem Blutzuckerspiegel kommt es zur Ausscheidung von Glukose mit dem Urin ( Glukosurie) ?

Nierenschwelle liegt bei einer Blutglukosekonzentration von ca. 140 – 170 mg/dl (7,7 – 9,35 mmol/l) Kann je nach Literaturquelle unterschiedlich sein 

 

Welches sind die Symptome des diabetischen Komas?

Anzeichen für ein beginnendes diabetisches Koma: Vermehrter Durst, vermehrter Harndrang, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen,  Blutzuckerwerte >250 mg%, die Atmung ist tief und schwer, Atemluft riecht nach Aceton

 

Welche Formen des diabetischen Komas unterscheidet man?

Ketoazidotisches Koma (Typisch bei Typ 1)  und Hyperosmolares Koma (Typisch bei Typ 2).

 

Wie ist die Hypoglykämie definiert, welches sind ihre Symptome, wie wird sie behandelt?

Unter Hypoglykämie versteht man eine Absenkung der Blutglukosekonzentration unter den physiologischen Normwert von 60 mg/dl oder 3,3 mmol/l

Je nach Schweregrad der Unterzuckerung kann man die Symptome in 3 Gruppen einteilen:

 

Autonome Zeichen: Schwitzen, Zittern, Herzklopfen, Herzrasen, Blässe, Heißhunger

 

Neuroglykopänische Zeichen: ( Blutzuckerkonzentration < 50 mg/dl (2,8 mmol/l) Verwirrtsein, Benommenheit, Aphasie, atypisches Verhalten, Psychose, Delir Sehstörungen, transiente Hemiplegie, Parästhesien. Bei einem BZ <  30–40 mg/dl schwere neurologische Störungen wie: Krämpfe, Koma etc.

 

Unspezifische Zeichen wie: Schwindel, Kopfschmerzen, Nausea

 

Behandlung: Bei BZ < 80 mg/dl, Essen ohne Spritz-Ess-Abstand;, bei BZ < 60 mg/dl, 1 BE (Broteinheit) Traubenzucker mit anschließender BZ-Kontrolle nach ca. 30 Minuten; bei einer schweren Hypoglykämie Gabe von Glokose i.v., Glokagon s.c. oder i.m., dauernde BZ-Kontrolle; Patient beobachten

 

Welche Wirkung hat Insulin?

Als Hormon wird Insulin in den Beta-Zellen der Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Bei Diabetes mellitus besteht entweder ein Mangel an Insulin oder die Wirkung des vorhandenen Insulins auf die Körperzellen ist vermindert.

Bei gesunden Menschen regelt das Insulin mit seinem sog. Gegenspieler, dem Glucagon (Hormon) den Zuckerstoffwechsel des Körpers. Mit der Nahrung werden Kohlenhydrate zu Glokose aufgeschlossen und ins Blut aufgenommen. In dieser Abstimmung wird z.B. ein hoher Blutzuckerspiegel mit der Freisetzung von Insulin in der Bauchspeicheldrüse „beantwortet“. Das Insulin hat eine Schlüsselfunktion. Es öffnet Muskel- und Fettzellen für Glukose. In der Folge kann Glukose aus dem Blut in die Zellen aufgenommen werden, mit der Folge, dass der Blutzuckerspiegel sinkt. Außer der Aufnahme von Glukose in die Zellen, sorgen hohe Insulinwerte dafür, dass der Körper Fettreserven (Vorräte) anlegt. In Form von Glykogen werden so Kohlenhydrate in Muskeln und Leber gespeichert. Der Abbau von vorh. Fett wird dagegen erschwert. Ist der Blutzucker niedrig, wird die Ausschüttung von Insulin gebremst und die Ausschüttung von Glucagon gesteigert, mit der Folge, dass der Körper  seine Reserven zurückgreifen kann. Gespeichertes Glykogen wird wieder zu Glucose aufgespalten, an das Blut abgegeben und verhindert dadurch ein starkes Absinken des Blutzuckerspiegels. Auch Speicherfett kann dann abgebaut werden. Fehlt das Insulin – wie bei Diabetes Typ 1– jedoch völlig, dann kommt es zur Stoffwechselentgleisung.

 

Welche Insulinsorten unterscheidet man?

Schnell wirkende Insuline, Lang wirkende Insuline, Mischinsuline

 

 

 

 

 

 

 

Unter Gesundheit verstehe ich nicht das "Freisein von Beeinträchtigungen", sondern die Kraft, mit ihnen zu leben.

                                                  Johann Wolfgang von Goethe


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 Aktualisiert: 15.03.2018